Donnerstag, 17. Februar 2011

Kleines Update aus Phnomh Penh

Sooo, bin gerade am Aufarbeiten und hab festgestellt, dass der Post vom 17.2. gar nicht gepostet ist... die Zeit im @cafe war vorbei deswegen der Abbruch ;)

Habe soooo viel erlebt von Bangkok bis hier in die Hauptstadt Kambodschas. Hab nur noch ein paar Minuten um Euch zu sagen, dass alles gut ging soweit und ich einiges an Erfahrungen weiter bin... Sehr spannend. Warte jetzt noch auf den Bus nach Kep und bin dann heut Abend hoffentlich bei Georg. Freue mich sehr, aus dem ganzen Trubel wieder in eine stille und abgelegene Region zu kommen und zu relaxen. Heute ist Feiertag hier und deswegen war der Bus um 9.30h schon voll... dafuer konnte ich hier noch einiges erledigen. Hab dann halt immer den Rucksack dabei und die Fruechte wiegen leider auch immer...

Samstag, 12. Februar 2011

Reisefieber wegen Trip nach Kambodscha

So wie es aussieht haben sich die bewaffneten Auseinandersetzungen gelegt. Die Grenze nach Kambodscha ist offen... Morgen geht es also los. Diesmal ohne mein geliebtes Fahrrad und ohne Begleitung... Da weiss ich wenigstens, dass ich alleine unterwegs bin ;). Ich schreib ich mal den genauen Plan auf, wie das so aussieht:
Sonntag 13.2. Packen, Fahrrad bei Gerhard unterstellen (wohnt 2km vom Beachstandort entfernt, haben wir hier zu faellig kennengelernt). Dort umpacken und mit Rucksack auf die Strasse und 10km bis zur Bahnstation trampen. In Chumpon umsteigen und einige Std. spaeter mit dem Nachtzug nach Bangkok.

Montag 14.02. Ankunft BKK 06.05 und hoffentlich treffen mit Rachit, einem Couchsurfer, bei dem ich zwei Naechte lang uebernachten darf, wobei ich noch keine Kontaktdaten habe! Zur Sicherheit hab ich noch ne SOS Couchmoeglichkeit, falls was schief geht. In BKK treffe ich noch ein paar andere Couchsurfer... bei denen ich dann spaeter mal uebernachten koennte und ganz interessant erscheinen. Ich brauch noch ein Passbild fuer das Visum, grummel, hoffe es gibt in Bangkok Passbildautomaten... man weiss ja nie... bisher hab ich noch nirgends einen geshen. haha.

Mittwoch 16.02. um 05.50h Zug nach Aranyaprathet und dann irgendwie noch die 6km bis Poipet. Hoffe ich finde Mitreisende... es soll dort sehr maffioes zugehen. Dann erstmal raus aus Thailand und im Niemandsland am Visaschalter mein Visum holen. Auch da wird fleissig in die eigene Tasche gearbeitet. Mal sehen in wieweit ich einfach zahle oder nicht... hmmm meine Intuition wird es mir schon sagen. Tja und nach der Grenze dann in Kambodscha Poipet wird es spannend. Poipet soll von Dieben wimmeln weil viele reiche Thais dort in die Casinos gehen und es soll auch recht schmuddelig sein und insgesamt einfach stark verbesserungswuerdig... grins. Daher habe ich mich entschieden erstmal Richtung Hotels zu marschieren und dann am Ende von Poipet zu trampen und zwar nach Battdambang. Da faehrt eben kein Bus hin, daher mach ich das so. In Battdambang hab ich einen Tuk Tuk Fahrer ueber Couchsurfing, der sich ueber Gaeste freut. Dort schlaf ich dann auf dem Boden... und weil ich keine Isomatte habe wird es wohl ne harte Nacht... grins. Oder es gibt ein paar Baeume hinter m Haus und ich kann meine geliebte Haengematte aufbauen... schwelg...

Donnerstag 17.02. irgendwann vormittags kommt hoffentlich der Bus nach Phnom Penh aus Poipet oder es fahren Busse direkt von Battdambang... I will see... Irgendwann nachmittag bin ich dann in der Hauptstadt und treffe den naechsten Gastgeber, bei dem ich eine Nacht bleiben kann.

Freitag 18.2. um 7.30h geht der Bus weiter nach Kep. (Ausser es gefaellt mir so gut, dass ich noch ne Nacht laenger bleibe...) hmmm Mittags werde ich dann von Georg dort abgeholt und ich bin dann seit November wieder in einem Bett untergebracht, das in einem Zimmer steht. Ui was fuer ein Luxus... Wobei ich noch nicht weiss inwieweit er schon fertig ist mit Bauen...haha. Er hat sich das Haus jetzt erst neu gebaut grins. Also ich lass mich ueberraschen.

Wie ihr seht ist alles noch ein bisschen un-sicher... aber ich bin ja condijo (thai und heisst allein, wobei es im spanischen "mit Gott" heisst, wie wahr, wie wahr).

Also dann... wuenscht mir viel Glueck und haltet mir vorallem am 16. die Daumen. Ich bin auch noch auf der Suche nach Mitreisenden von Bangkok aus, was sehr genial waere. Wenigstens bis Poipet. Die meisten Touris gehen halt nicht nach Battdambang sondern Tempel besichtigen...

So viel mal fuer heute

Donnerstag, 10. Februar 2011

heftige Transformation

Hab laenger nichts mehr von mir hoeren lassen... Tja es ist jetzt mal keine Physische Heilung sondern eine Transformation meines tiefsten Innersten. Es hat mit meinem Frausein zu tun und mit meiner Lebensaufgabe... tja. Ohne jetzt mal ins Detail zu gehen, was eh kaum moeglich ist sag ich es mal so: Ich bin wie eine Raupe in ihrem Kokon, die meint es geht zu Ende mit ihr, dabei transformiert sie sich in ein komplett neues Wesen, einen wunderschoenen Schmetterling, mit neuen Faehigkeiten und Moeglichkeiten. Also manchmal fuehle ich mich wirklich als ob ich sterbe... und ich hab auch keine Ahnung was dann nach der Transformation noch von mir uebrig ist und in welcher Form... haha. Spannende Zeiten... Dazu kommt, dass mein Reisebegleiter fuer ein paar Tage einfach verschwunden war und ich mir so langsam Sorgen machte... immerhin habe ich ein Lebenszeichen bekommen, allein bin ich jetzt seit einer Woche... Fuehle mich nicht so ganz wohl dort allein am Beach, vorallem weil die Leute vom Dorf natuerlich sehen, dass jetzt nur noch eine Haengematte dort haengt und nur ein Radl dort steht. Bekomme staendig Herrenbesuch... Einladungen zum Lagerfeuer, zur Inselfahrt, zum Essen natuerlich... werde mit Kokosnuessen und Wildkrautern versorgt... wobei ich mich super zurueckhaltend verhalte und auch keine Einladungen annehme und mich nicht auf die Jungen und Alten Maenner einlasse ;) Naja, ist ja nicht mehr lang, denn ich plane gerade meinen Tripp nach Kambodscha! Ausgerechnet jetzt fangen sie dort an herum zu ballern... es ist so schon eine Weltreise bis ich in Kep bin, nahe der vietnamesischen Grenze. Genaueres folgt dann die Tage. Immerhin ist das Wetter seit Tagen hervorragend, nicht so windig und kein Regen. jappa dappa duuuuu

Freitag, 7. Januar 2011

Von Flohtempeln und anderen Schlafplaetzen

Wie Ihr ja wisst, sind wir mit Haengematte und Tarp unterwegs und haben so unsere Herausforderungen mit geeigneten Schlafplaetzen. Lars ist schon laenger unterwegs hier und kennt die Gepflogenheiten besser als ich, wofuer ich sehr dankbar bin, denn als Europaeer stehen mir dann doch manchmal die Haare zu Berge, was hier ganz normal ist. Generell ist die Situation so, dass es hier in Thailand keine Campingplaetze gibt, auf die wir verwiesen werden koennten, das ist schon mal sehr praktisch. Es ist auch voellig untypisch fuer Farangs, draussen in einer Haengematte zu schlafen. Unsere liebsten Schlafplaetze sind am Strand. Dort weht ein mehr oder weniger starker Wind, der die Moskitos zurueck haelt, es gibt dort meistens einen Strandabschnitt der nicht dicht bewohnt ist und schon gar nicht touristisch erschlossen. Ausnahmen bestaetigen die Regel. An fast allen Straenden sind Kokospalmen zu finden, was mir sehr entgegen kommt, da ich das Kokoswasser sehr gern trinke und auch das Kokosfleisch gern esse. Ich hab sogar schon eine Nuss selbst abgeschraubt, bei einer recht niedrigen Palme. Wusste gar nicht, dass die so fest haengen! Ich brauchte ganz schoen Zeit und Kraft, bis ich die Nuss ab hatte. Wisst ihr wie die Kokosnuesse hier meistens geerntet werden? Es werden Affen ausgebildet, die die Palmen hochklettern und die Nuesse ernten! Die Affen gehen sozusagen in die Schule... hehe... Da waer ich gern mal Lehrer... grins. Oft sehen wir Pickups mit geernteten Kokosnuessen und zwei Affen am Gitter angekettet. Aber zurueck zu den Schlafplaetzen. Natuerlich gibt es Straende die komplett zugebaut und erschlossen sind, das ist dann Pech. Oder Mangrovengebiet, so wie bei Krabi zum Teil. Wenn unsere Route nicht an der Kueste entlang geht, wird es dann anspruchsvoller. Immerhin gibt es hier in Thailand oft riesige Daecher, die mal einen Zweck erfuellten und nun einfach nicht mehr gebraucht werden. Meistens hatten wir das Glueck, so ein Dach noch zu finden. Ansonsten machen sich auch leerstehende Marktstaende ganz gut. Hier gibt es an allen Ecken und Enden Maerkte. Manche finden nur 1 oder 2 mal pro Woche statt und stehen denn Rest der Zeit leer, oft auch ausserhalb von Siedlungen. Manchmal gibt es das alles nicht und dann wird es spannend. So sind wir einmal schon auf dem Gelaende eines Krankenhauses gelandet, es war schon dunkel und wir haben uns dort im letzten Eck unsere Haengemattena aufgehaengt. Am naechsten Morgen stand jemand offizielles vom Krankenhaus da und wollte uns umquartieren!!! Sie wollten uns einen schoeneren Platz geben und haben uns dann noch auf Toiletten und Duschen hingewiesen, die wir benuzten koennen. Also da war ich echt platt... hatte ich mich doch nicht wirklich so recht wohl gefuehlt die Nacht. Wir haben auch schon in Plantagen uebernachtet, wenn gar nichts mehr ging. Das ist dann Masochismus pur, weil die Muecken einen dort regelrecht ueberfallen waehrend des Aufbaus vom Schlafplatz... brrrrrr. Naja, nachdem wir dann 6 Wochen radelnd unterwegs waren, kommt Lars auf einmal die Erleuchtung: Wir koennten eigentlich auch in Tempeln schlafen! Oups, in einem Tempel? Wie soll das denn gehen denke ich mir... und dann auch noch in einem buddhistischen Tempel, wo die Moenche doch so sehr darauf bedacht sind mit keiner Frau in Beruehrung zu kommen. Hmmm... Am Anfang war ich von der Idee nicht recht begeistert, als wir dann aber mal wieder ohne Schlafplatz da standen und ein Tempel vor unserer Nase war... Sind wir also auf dem Tempelgelaende gelandet. Angeblich ist es normal, dass Reisende dor uebernachten. Als wir dort ankamen, waren keine anderen Reisenden ersichtlich. Lars meinte wir bauen einfach unter dem Dach dort unsere Haengematten auf und fertig. Nach eingehenen Bitten von mir, er moege doch erstmal einen Moench fragen, ob das auch ok ist, hat er einen Moench angesprochen. Und dann ging es los, der liebe Moench hat Lars auf dem ganzen Gelaende herumgefuehrt und wollte uns noch bessere Schlafplaetze anbieten, vorallem in geschlossenen Raeumen, was wir ja nun ueberhaupt nicht toll finden... Lars war fast schon sauer... zumindest konnte ich diese Nacht dann beruhigt schlafen bis zum naechsten Morgen. Lars grinst mich an und meint, hast Du es schon gemerkt? Wie, was gemerkt, was meinst Du denn? Naja, hier gibt es Floehe! Wuah, echt? Da hat er mir gleich einen auf seinem Bein gezeigt... Ojeee, dacht ich schon, jetzt hab ich dann auch noch Floehe ueberall. Und siehe da, sie waren auch schon auf mir... Mein erster direkter Kontakt mit den Tierchen. Sie lassen sich ganz einfach wegschnipsen. Trotzdem wollte ich so schnell als moeglich diesen Flohtempel wieder verlassen...

Als wir in Malaysia waren, war es mit den Schlafplaetzen ganz anders und viel problematischer. Dort konnten wir nicht einfach so auf einem Gelaende uebernachten und die Straende waren Mangrovengebiet. Einen Abend sind wir nach heftigem Regen im Dunkeln noch ewig ueber Reisfelder geradelt, bis wir ein Dach gefunden haben, unter dem auch landwirtschaftliche Gerate standen. Es waren auch ein paar Haeuser in sichtweite. In Anbetracht der Lage haben wir uns dort eingenistet und kaum lag ich in meiner Haengematte, kam auch schon die erste Delegation von einer handvoll Malayen und wollte wissen wer wir sind und was wir machen. Eine halbe Stunde spaeter kam die zweite Delegation von 10 bis 15 Teilnehmern mit den gleichen Fragen. Am naechsten Morgen, als wir am Packen waren kam dann ein Mann auf seinem Motorrad und ich dachte schon, jetzt gibt es einen Anschiss... Seine Stimme war etwas roh und doch gab er mir zu verstehen, dass er uns zum Fruehstueck in sein Haus einladen moechte! Er ist der Besitzer der Reisfelder und konnte es sich wohl nicht entgehen lassen, die Farang, die sich auf sein Feld verirrt hatten, bei sich einzuladen. Es war dann sehr nett und er sprach sogar relativ gut englisch. Natuerlich wurde die ganze Familie vorgestellt, die Nachbarn und die Freunde. Generell ist es in Malaysia also sehr anstrengend einen Platz zu finden... Zum Glueck sind wir wieder in Thailand und im Moment an einem genialen Strand...

Dienstag, 28. Dezember 2010

Frohes Fest der Liebe Euch allen!

Bekanntlich ist es ja nie zu spaet, daher wuensche ich Euch allen ein friedliches und harmonisches Fest der Liebe und schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich freue mich sehr, dass ihr alle DA seid und mein Leben bereichert und sage an dieser Stelle ganz einfach DANKE! Schoen, dass es Euch gibt und freue mich auf weitere Interaktionen mit Euch allen!

Am 17. Dez. war Ausreisedeadline und wir wollten lieber frueher als spaeter an der Grenze sein. Nachdem Lars das alles nicht so ernst nimmt mit Entscheidungen und Terminen, bin ich dann sogar einige Tage allein geradelt und es war offen, ob wir uns wieder begegnen. Ich dachte schon, vielleicht soll es ja gar nicht sein, dass wir zusammen radeln, weil wir einfach so unterschiedlich sind, um nicht zu sagen wir sind wie schwarz und weiss. Ich bin ja der Meinung, was zu meinem Leben gehoert, das brauche ich nicht festhalten, es bleibt auch so bei mir. Und nach ein paar Tagen getrennt radeln, sind wir unplanmaessig doch wieder zusammen gekommen. Wir waren dann 1,5 Std. vor Schliessung der Grenze am Checkpoint. Dafuer sind wir einige Zeit im Regen gefahren, sonst waere es zu spaet geworden. Uebrigens haben wir die Grenze im Nationalpark genommen. Von Chalung aus rechts und in Wang Prachang ueber die Grenze. Das scheint mehr so eine Art alter Schmuggler Uebergang zu sein, von der malaysischen Seite ist die Grenze nicht mal ausgeschildert. Kaum sassen wir auf unseren Raedern hielt ein Pickup an, der uns unbedingt mitnehmen wollte. Kostenlos und mit unseren Fahrraedern. Lars hat dankend abgelehnt und ich rief schraeg von hinten, dass ich gerne mitfahre! Mir schwante schon, dass da noch ein Pass auf uns zukommen wuerde... Tatsaechlich gibt es ein Gebirgszug hinter der Grenze und wir haetten mind. 300 Hoehenmeter in steilen Serpentinen hinter uns bringen muessen bevor wir dann wieder mal ein Dorf in der Naehe gehabt haetten. Da mein Rad nicht fuer Bergpaesse geeignet ist und mit dem ganzen Gepaeck, haette ich das alles schieben muessen. Im Endeffekt sassen wir dann beide mit den Fahrraedern hinten im Pickup und wurden dann sogar noch 40km bis zu unserem Wunschzielort gefahren. Es war ja schon fast 17h und um 18h wird es langsam aber sicher dunkel. Ich war ja so dankbar, dass wir mitgenommen wurden! Wirklich sehr genial!

Malaysia Westkueste ist Mangrovengebiet und die Rohkostversorgung ist suboptimal. Kaum Maerkte und die Auswahl auch sehr eingeschraenkt. Wir waren nur bis 20. Dez. in Malaysia und doch habe ich in den paar Tagen einen ersten Eindruck bekommen, der mir nicht so behaglich war. Die Menschen sind nicht so herzlich und freundlich und insgesamt ist alles strenger. Die Thais sind viel lockerer und haben es nicht so mit Regeln und Vorschriften. Es war fuer mich alles sehr muslimisch gepraegt, die Frauen alle nur lang gekleidet und mit Kopftuch, dabei sind offiziell nur 57% Moslems. Mit kurzen Hosen habe ich mich dort nicht gerade wohl gefuehlt und hab dann auch lange Hosen getragen...

Inzwischen sind wir ueber Pedang Basar wieder nach Thailand zurueck geradelt, da waren keine Berge zu bewaeltigen und sind bis Hat Yai geradelt und dort mit dem Zug nach Chumphon, weil es dort Durian gibt. In Chumphon selbst gab es noch keine, es hiess in Lan Suan. Also sind wir weiter Richtung Sueden und hinter Sawi gab es die ersten Duriane, Juhuuu. Und das puentklich zum heiligen Abend! Ich habe mir ein Durian-Weihnachten an einem schoenen Strand mit Sonnenschein gewuenscht und habe es tatsaechlich bekommen. Wir sind ca. 12 km von der naechsten Fruechte und Durianversorgung entfernt an einem schoenen, einsamen Strand mit Kokospalmen gelandet. Wirklich seeeehhhhhhr schoen!

Seit Weihnachten geht es mir auch gesundheitlich wieder gut. Hab in den letzten 6 Wochen 7 Kg abgenommen und freue mich sehr, dass ich nun wieder nach Herzenslust Fruechte essen kann. Seit wir in Chumphon sind, hat es auch noch nicht geregnet. Wirklich klasse...

Dienstag, 14. Dezember 2010

Was ist schlimmer als Moskitos und Sandfliegen?

Uiuiuiuiui, so langsam reisst mir der Geduldsfaden... dadurch, dass es mir koerperlich und seelisch nicht gerade sehr gut geht, frage ich mich in manchen Situationen wirklich, ob ich nicht einfach alles abbrechen soll. So z.B. ein dem Tag, an dem wir in Khlong Thom bei dem "hot waterstream" waren. Das ist eine heisse Quelle, die nachher noch zu einem Wasserfall wird und in einen Fluss muendet. Es ist wirklich wunderschoen dort und ich hab mein erstes Schlammbad genommen und mir die Haare mit dem Schlamm gewaschen... Lars hat ein Bild davon gemacht, nur haben wir grad nicht die Technik, das Bild hier einzuspielen, kommt ggfs. noch. Die Anlage dort ist sehr schoen gemacht und in die Natur integriert und wir waren den ganzen Tag dort bis Einbruch der Dunkelheit. Wir hatten auf dem Hinweg einen Schlafplatz im vorbeifahren ausfindig gemacht. Ein sehr geraeumiges Dach neben einer Art Fussballplatz, ein paar Meter neben der Strasse. Wir bauen also unsere Haengematten dort auf... unter den ueblichen Moskitoangriffen und fallen bald hundemuede in die Haengematten. Nachts werde ich wach, nicht wegen den Moskitos, sondern weil "Etwas" mich beisst und zwar verdaechtig oft. Also keine Moskitos... ich mach die Waescheklammern weg, um aus dem Moskitonetz zu kommen und nehme schon die schwarze Farbe wahr. Zum Glueck greife ich erst im Freien nach der Solartaschenlampe und sehe ueberall Ameisen! Alles schwarz! Tausende von Ameisen auf meinen Schuhen, eine Ameisenstrasse DURCH mein Moskitonetz! Oh Mann, da bin ich erstmal einige Runden im Kreis gelaufen. Nicht nur um die Moskitoangriffe abzuwehren sonder auch um nicht durchzudrehen. Wurde ja staendig von den Ameisen, die sich auf meiner Kleidung befanden gebissen... Also erstmal alles ausgezogen und ausgeschuettelt waehrend ich so im Kreis lief... Lars wurde wach und ich meinte nur, ich komme heut wohl nicht mehr in meine Haengematte... da wuselt es nur so von Ameisen, alles schwarz. Die Ameisen fanden meine Tunnelnaehte so toll, dass sie sie zu ihrem Territorium auserkoren haben. Sogar die Aufhangeseile waren schwarz, einfach alles. Und bei jedem Schuetteln hatte ich wieder Ameisen auf mir, grrrrr. Lars kam dann auch mal dazu und zusammen haben wir dann sicher mind. 1,5 Std. lang mein Moskitonetz unter einer Strassenlampe von den Beisstierchen befreit. Ich habe die Haengematte dann an einer anderen Stelle aufgebaut... und weiter geschlafen. Und was sehen wir am naechsten Morgen, als die Sonne aufging? Ameisen ueberall in unseren Sachen! Alles was irgendwo zu bekrabbeln war, war voll. Unabhaengig davon, ob es was zu essen gab, oder jemals etwas zu Essen dort gab. Als ich dann mein Shirt wieder frei hatte von den Viechern, habe ich gesehen, dass sie dabei waren, es aufzufressen! Ich war echt fertig. Fressen die doch tatsaechlich mein Lieblingsshirt!!! Das geht ja wohl uberhaupt nicht!

Lars und ich waren noch Stunden beschaeftigt weil wir wirklich ALLE unsere Sachen ausraeumen und von den Ameisen befreien wollten und ameisenfrei verstauen und wieder einpacken durften.

Seit dieser Nacht tue ich mein moeglichstes um Essen Aufzuhaengen und alles so zu verstauen und wieder woanders hinzulegen, dass die Ameisenplage ertraeglicher ist. Trotzdem sind sie ueberall... immer wieder... nicht los zu bekommen... wenn sie nur nicht immer beissen wuerden... das nervt. grummel.

Ich lebe nun also MIT den Ameisen und achte darauf, dass es so wenig wie moeglich sind.

Sonntag, 12. Dezember 2010

noch mehr Entgiftung!

So, ich hab jetzt noch 7 Minuten, mal sehen was ich da alles so schreiben kann. Erstmal fasse ich es nicht, dass ich immer noch Schluckbeschwerden habe! Das sind jetzt dann 5 Wochen, mehr oder weniger stark. Es fing oben im Rachen an und ging dann eher Richtung Kehlkopf und hat dort Schleim geloest und war schon am verschwinden, aber nein!!! Dann wanderte die Entzuendung ganz frech wieder nach oben in den Rachen und war so heftig wie am Anfang. Bin fast am Verzweifeln. Fruechte essen geht ausser Banane nichts, weil die Fruchsaeure brennt wie wild. Sogar beim Wasser trinken brennt es noch. Jetzt wo wir wieder am Radeln sind, verlangt mein Koerper hin und wieder mal ein Nudelgericht. Dann fuehle ich mich wieder fit. Schon komisch. Naja, Hauptsache es hilft und erstaunlicherweise geht die Entgiftung weiter. Es nicht also nicht so, wie oft behauptet, dass die Entgiftung dann unterbrochen wird (zumindest muss es nicht so sein, kommt sicher auch auf die Mengen an und bei mir ist es ja nicht viel Kochkost). Ich hab nun mal geprueft, womit denn die Schluckbeschwerden jetzt wieder zusammenhaengen und siehe da: Mittelohr!!! Ja genau. Wenn ich meine Mandeln behandle, dann kitzelt es im Mittelohr! Ich hatte schon mit 6 Monaten eine schwere Mittelohrentzuendung und immer Probleme damit in der Kindheit und als Erwachsene dann seltener. Hatte es schon fast vergessen. Die Heilung geht also weiter und mich kitzelt es wie wild in beiden Mittelohren. Auf Dauer ist das auch nicht mehr so lustig, geht ja schon fast wieder 2 Wochen. Ich spuere auch wie sich das Kitzeln verschiebt und inzwischen ist es schon ganz nah an der Ohrmuschel, das laesst mich hoffen auf ein baldiges Ende. So langsam bin ich wirklich fertig und koennte mal ne Phase voll spruehnder Gesundheit brauchen, wie ich es normal gewoehnt (oder verwoehnt bin).

Wir sind jetzt knapp 200km vor Malaysia. Am 17. Dec steht Ausreise bei mir an...

Bis bald mal wieder